Sofahopping statt Straße

Wohnungslos in Berlin – und keiner bekommt es mit
BERLIN – Alles, was Niza Heuser noch besitzt, passt in drei schwarze Sporttaschen. Die handliche Größe für das Fitnessstudio, nicht die zum Verreisen. Nur Kleidungsstücke sind darin. Leggings trägt sie gern, dazu ihre Lederjacke, die für den Winter eigentlich viel zu dünn ist. Ein Paar Stiefel, schwarze Oberteile für ihren Job hinter der Bar. Den Mixer, den Fön, den Schrank und alles andere, was einst zu ihrem Haushalt gehörte, hat sie in den vergangenen zwei Jahren irgendwo zurückgelassen. Solange hat die 20-Jährige, deren Namen die Redaktion geändert hat, schon keine feste Wohnung mehr.

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